Bloggen als neue Profession?

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Blogger sind die neuen meinungsbildner

In ihren Anfängen hatten Blogger und Bloggerinnen noch mit so manchen Vorurteilen und Problemen zu kämpfen. Heute gehören sie schon zum Mainstream und das liegt unter anderem am revolutionären Bedeutungswandel, der in den letzten Jahren stattgefunden hat. Wo traditionelle Medien (zurecht?) einen Vertrauensverlust erleiden, leben BloggerInnen vom Vertrauen ihrer Leser- und Followerschaft.

Das macht sie als Informations- und Orientierungsquelle relevant und weckt gleichzeitig das Interesse von Marketingabteilungen und Agenturen – die sie als zunehmend als Influencer wahrnehmen. Damit kommt jedoch auch eine große Verantwortung einher, derer sich nicht immer alle BloggerInnen bewusst sind – sollten Sie aber. An dieser Stelle ist die Zeit für eine kritische Reflexion zum Status quo des (professionellen) Bloggens gekommen.

Die Originalversion dieses Artikels habe ich für meine Kollegin Daniela Sprung von bloggerabc.de geschrieben und du kannst ihn dort nachlesen. Hier möchte ich nur einige zentrale Gedanken festhalten.

Bloggen wird erwachsen

Es hat einige Jahre gedauert, aber die Professionalisierung des Bloggens ist nun eindeutig zu sehen. Nicht nur die Einstellungen und Erwartungen der Partner haben sich gewandelt, auch der Anspuch der BloggerInnen an ihre Arbeit, ist heute anders, als sie es noch vor zwei, drei Jahren war. Während einige vom „Tod des Blogs“ sprechen und den Content Shock als unausweichlich ansehen, erfreuen sich besonders Corporate Blogs zunehmender Beleibtheit – es ist schon (fast) alles gesagt, aber eben noch nicht von jedem und für jeden. 😉

Von wegen der Blog ist tot. Die Blogosphäre ist so lebendig wie nie! Klick um zu Tweeten

Sind Blogger die neuen Journalisten?

Die Frage der Fragen, wenn es um professionelles Bloggen geht – aber was ist wirklich dran an dieser Frage? Ja, Blogger haben einen immer größer werdenden Einfluss auf die Meinungsbildung. Ja, in Österreich leidet der Qualitätsjournalismus und bietet BloggerInnen somit mehr Einflussmöglichkeiten. Aber ist das schon Grund genug den Journalisten ihren Arbeitsplatz streitig zu machen?

Meine persönliche Meinung ist, dass BloggerInnen und JournalistInnen auf derselben Seite stehen. Das Ziel ist es, der interessierten Öffentlichkeit ein möglichst breites Abbild der Gesellschaft und der Prozesse zu bieten, anhand derer sich jede/r Einzelne bewusst und mündig eine eigene Meinung bilden kann. Eines meiner liebsten Beispiele ist netzpolitik.org. Hier verschwimmen die Grenzen zwischen Bloggen und Journalismus bereits ins Untrennbare.

Blogger und Journalisten - gemeinsam für mehr Offenheit, Verständnis und Meinungsbildung. Klick um zu Tweeten

Dennoch, es gibt einen zentralen Unterschied zwischen Bloggern und Journalisten: Journalisten verfolgen mit ihrer Arbeit den Anspruch auf Objektivität und versuchen so ein Abbild der Gesellschaft wiederzugeben. BloggerInnen hingegen gehen bewusst von einem subjektiven Standpunkt aus. Es geht tatsächlich um ihre eigene Meinung. Erst das Betrachten vieler einzelner, subjektiver Meinungen ermöglicht in diesem Fall ein „objektives“ Gesellschaftsbild. Das setzt natürlich einen zusätzlichen (Lese-)Aufwand voraus, aber ich denke, das Ergebnis zahlt sich allemal aus.

Tragen Blogger Verantwortung?

Diese Entwicklungen in und mit der Blogosphäre gehen mit einer großen Verantwortung einher, die die Frage nach der Bloggerethik immer wieder aufwirft. Ja, BloggerInnen und Blogger tragen eine Menge Verantwortung! Besonders als kritische, gesellschaftspolitische BloggerInnen muss man Sorgfaltspflichten beachtet, schließlich stellen BloggerInnen eine wichtige Ergänzung zu den „herkömmlichen“ Medien dar.

Mit der Reichweite steigt auch die Verantwortung - vergiss das nich! #bloggen Klick um zu Tweeten

Professionell zu bloggen erfordert Engagement, Professionalität und Verantwortung. Das Vertrauensverhältnis zu den LeserInnen muss gepflegt werden und auch die Rolle, die BloggerInnen als Meinungsbildner zukommt, darf heute nicht mehr unterschätzt werden. Wir alle sollten uns diese neuen Rollenverteilung bewusst machen, denn in der Tat, aus dem Hobby „Bloggen“ ist eine neue Profession entstanden.

Ist Bloggen tatsächlich eine neue Profession geworden? Sind BloggerInnen Profis Ihres Faches? Lass es mich wissen und hinterlasse einen Kommentar!

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