Kommunikationsstrategie: ein durchdachtes Konzept bringt dich unternehmerisch weiter

Kommunikationsstrategie - Kommunikationskonzept

Du nutzt Facebook, Instagram, Twitter oder einen anderen digitalen Kommunikationskanal, weil du gehört oder gelesen hast, dass man dadurch Kunden gewinnen kann? Es hat aber nicht so geklappt, wie du dir das erhofft hast? So geht es (leider) vielen Unternehmern und Selbstständigen.

Streiche deshalb bitte die sozialen Medien nicht gänzlich aus deiner Unternehmenskommunikation! Denn es gibt vielleicht einen guten Grund dafür, dass es nicht ganz so funktioniert hat. Lass mich dir eine Frage stellen: Hast du eine ausgearbeitete Kommunikationsstrategie?

Nicht nur große Unternehmen brauchen solche eine Strategie. Auch du als Unternehmer oder Selbstständiger solltest eine haben. Es liegt nicht am Internet, dass deine Erfolge auf Facebook, Instagram und Co. ausbleiben – auch, wenn das so wirken mag.  Denn das Internet ist für dich als Kommunikationsmedium geeignet und es entsteht dadurch Nutzen für dein Business. Die gewünschten Resultate in deiner Online-Kommunikation bleiben aus, weil du keine Kommunikationsstrategie hast. 

Hier zeige ich dir, warum du eine Kommunikationsstrategie brauchst, wie du eine entwickelst und was du tun kannst, wenn deine Strategie zu scheitern droht.
Die folgenden Überschriften geben dir einen guten Überblick über die Themen, die ich dabei eingehender behandelt habe. Ein Klick auf die links führt dich auch gleich direkt zum entsprechenden Text:

  1. Die Bedeutung von Strategie und Kommunikation
  2. Die Gründe für eine Kommunikationsstrategie
  3. Der rote Faden in der Kommunikation
  4. Schritt für Schritt zur Kommunikationsstrategie
  5. Tipps für die Kommunikationsstrategie
  6. Der Wert von Konzepten und Strategien

Den Begriff Strategie findest du in vielen Branchen und Bereichen: im Militär, in der Psychologie oder in der Politik. In der Wirtschaft versteht man unter Strategieeine vom Unternehmen geplante Verhaltensweise zur Erreichung der eigenen Ziele”. 

Die Unternehmensstrategie zeigt der Führung, wie  die Unternehmensziele langfristig erreicht werden können.
Strategie bildet die Basis in der Kommunikation, auf der du deine Kommunikationsmaßnahmen aufbaust:

Mit deiner Strategie legst du fest, was du wann, wie, warum und an wen du kommunizierst.

Dazu hältst du dich immer an deine Strategie: Sowohl bei alltäglichen Situationen als auch bei besonderen Fällen – wie einer Krise oder wenn du ein neues Produkt am Markt einführst.

Eine Kommunikationsstrategie setzt eine übergeordnete Leitidee fest, definiert die Verhaltensweise und Tonalität deines Unternehmens und deiner Marke, bestimmt die Frequenz und den zeitlichen Verlauf deiner Kommunikationsaktivitäten, legt die Prioritäten der Dialoggruppen fest, gewichtet die Maßnahmen und teilt das Budget prozentual auf.

Bei Kommunikation und Strategie gibt es unterschiedliche Bereiche, die du kennen und unterscheiden solltest:

  • Strategische Kommunikation

Das sind ganzheitliche und vor allem langfristige Kommunikationsmaßnahmen, die über kurzfristige Ziele hinausgehen. Es gibt Aktivitäten für langfristige Ziele, aber auch andere für kurzfristigen Kommunikationsbedarf.

  • Das strategische Kommunikationskonzept

Damit ist ein Konzept gemeint, das alle Kommunikationsaktivitäten umfasst. Es wird auf der Grundlage einer Strategie erarbeitet und in einem Maßnahmenplan festgehalten. Ein strategisches Kommunikationskonzept hat einen erkennbar roten Faden – dafür fehlen taktische und operative Details.

  • Die Kommunikationsstrategie und das strategische Gesamtkonzept der Kommunikation

Der Zusammenhang klingt komplizierter, als er eigentlich ist. Die Kommunikationsstrategie ist ein wichtiger Bestandteil im strategischen Gesamtkonzept für die Unternehmenskommunikation. Hier enthält sie dann eine Analyse der Kommunikationsbedingungen sowie die Erwartungen der Stakeholder. Im Gesamtkonzept bestimmt die Strategie, was die Kommunikation leisten soll. Sie kann auch Wege und Möglichkeiten beschreiben, wie die Ziele der Kommunikation unter veränderten Gegebenheiten erreicht werden können.

Gründe für eine Kommunikationsstrategie

Du bist der Meinung, dass du keine Kommunikationsstrategie brauchst? Und digitale Kommunikation ist dir zu kompliziert? Verständlich, denn digitale Kommunikation ist ein sehr breites Feld: Online PR, Content Marketing, Social-Media-Marketing, Digitalmarketing, SEO und viele weitere Disziplinen fallen darunter.

Wer soll da noch den Überblick behalten können? Genau das ist ein guter Grund für klare Strukturen und Messgrößen.

Aber nicht nur dich überfordert der digitale Kommunikationsmix. Auch viele Unternehmer sind verwirrt, wie die folgenden Zahlen beweisen:

  • Ernüchternde Ergebnisse liefert auch der European Communication Monitor 2019 So ist für 23,6% der Befragte die Verknüpfung von Geschäftsstrategie und Kommunikation keine allzu wichtige strategische Frage im Kommunikationsmanagement – und das bis 2022. 
  • Die Mittelstandskommunikationsstudie 2016 zeigt auch die Verhältnisse in den mittelständischen Unternehmen: Diese schätzen zwar die Professionalisierung ihrer Kommunikation (59,3%) als hoch ein, Planung und Umsetzung von Kommunikationsmaßnahmen orientieren sich jedoch nur selten an einer übergeordneten Kommunikationsstrategie (23,4%). 

Den Studien nach zu urteilen, scheinen Unternehmer und Selbstständige richtige Strategie-Muffel zu sein. Schade, denn wenn du Strategie und Planung überspringst:

  • Weißt du nicht, in welche Richtung du mit deinem Unternehmen gehst
  • Weißt du nicht, welche Maßnahmen und Kanäle Sinn für dich machen
  • Kannst du deine Zielgruppe nicht erreichen
  • Kannst du deinen Erfolg nicht messen
  • Hast du gar keine Ziele definiert

Das sind die besten Voraussetzungen, um kurz- und langfristig mit deinem Unternehmen zu scheitern.

Falls ich dich von der Wichtigkeit einer Kommunikationsstrategie bis hierhin immer noch nicht überzeugen konnte, dann nenne ich dir jetzt fünf weitere gute Gründe:

  1. Halt und Orientierung: Ein strategisches Konzept zeigt dir, wo du gerade stehst und wohin du gehen willst. Die Ausarbeitung der Strategie zeigt dir, welche Grundwerte du und dein Unternehmen haben. Mit ihr beantwortest du fundamentale Fragen und kannst alle weiteren Schritte und Entscheidungen auf dem bestehenden Fundament aufbauen. Auch wenn du den Faden verlierst, weißt du so immer, wie du deinen Weg wieder findest.
  2. Ressourcen im Griff behalten: Hier sind auch Manpower und Zeit gemeint, die dir zur Verfügung stehen. Mit einem Plan weißt du immer, woran du bist, wer mit an Bord ist. Du weißt, wo du welche Quellen heranziehen kannst, ohne andere Punkte im Konzept durcheinander zu bringen.
  3. Der schnellste Weg: Mit einer Strategie hältst du eine wundervolle Landkarte in den Händen, die dir ideale, aber auch alternative Wege aufzeigt. Du weißt genau, wann du welche Schritte setzen musst, um dein Ziel zu erreichen. Sie zeigt dir potenzielle Herausforderungen und hält dir dein Kommunikationsziel vor Augen.
  4. Kontrollmöglichkeiten: Ein gutes Kommunikationskonzept enthält auch immer einen Evaluationsabschnitt. Was musst du im Auge behalten, wie kannst du es messen, warum misst du etwas überhaupt? Auch die Frage der Optimierung fällt in diesen Bereich. Du musst regelmäßig messen und vergleichen, nur so kannst du deinen Kurs ändern oder Maßnahmen optimieren.
  5. Das Ziel vor Augen: Ziele kannst du erreichen, wenn du dir welche gesetzt hast. Definiere smarte Ziele und finde die für dich passenden und relevanten Erfolgsparameter.

Ob du jetzt auf Online PR, Content Marketing oder “irgendetwas mit Facebook” setzt, ist zweitrangig. Wichtig ist, dass du ein ausgearbeitetes Konzept hast, das zu deinem Unternehmen und deiner Zielgruppe passt und das dir einen Erfolg klar aufzeigt.

Falls du weitere Gründe brauchst, um mit deiner eigenen Kommunikationsstrategie durchzustarten, dann lies dir am besten den folgenden Beitrag durch:
Kommunikationsstrategie? Nicht nötig!

Strategy Canvas Keen Communication

Wie kann ich im Social Web so kommunizieren, dass sowohl mein Unternehmen als auch meine Dialoggruppen einen echten Nutzen davon haben?
Auch, wenn du Kommunikationskanäle aufbaust, Newsletter verschickst oder zahlreiche Landing Pages erstellst, ist es doch so, dass du weit hinter den erwarteten Resultaten bleibst. Schnell werden finanzielle und zeitliche Ressourcen verschwendet, da du dich mit diesen Problemen beschäftigen muss. Ressourcen, die du gerne für deine Kunden investieren willst.

Doch ich hab eine Lösung für dich. Mit meiner Communication Strategy Canvas bringst du deine Kommunikationsstrategie auf einem Blatt unter. Kästchen für Kästchen führt dich die Canvas durch die wichtigsten Punkte deiner Strategie. Erfahre mehr über die Communication Strategy Canvas.

Du hast dich entschlossen, eine Kommunikationsstrategie zu verfassen? Prima. Mit den folgenden Schritten kannst du ganz leicht deine eigene Strategie für dein Unternehmen und deine Marke entwickeln.
Jedes Konzept ist einzigartig. Doch es ist egal, ob es sich dabei um ein Konzept für Marketing oder Public Relations handelt. Es gliedert sich immer in drei Teile:

  1. Der Analyseteil: Er beinhaltet die Ausgangslage und die Situationsanalyse
  2. Der Strategieteil: Dieser formuliert Zielsetzung, Dialoggruppen/Zielgruppen, Kommunikationsinhalte und Strategie
  3. Der Maßnahmenteil: Er greift Maßnahmen, Budget und Erfolgskontrolle auf

Auch wenn du das Schema immer wieder nutzen wirst, bedeutet das nicht, dass du mit einem Copy-Paste-Verfahren bei der Konzeptionierung arbeiten kannst. Besser ist es, das Konzept Schritt für Schritt – immer wieder neu – zu erarbeiten.

Schritt 1: Die Bestandsaufnahme

Der erste Schritt im Konzept ist eine fundierte Analyse. Das Ziel dieser Analyse ist ein möglichst genaues und detailliertes Bild der Ist-Situation. Beginnend mit der Beschreibung der Aufgabenstellung, durchläuft die Bestandsaufnahme drei Phasen: Recherche -Auswertung – Schlussfolgerung

Die Recherche sollte fundiert sein. Verliere dich aber nicht in ihr. Sie kann sehr umfangreich ausfallen. 

Was solltest du dir für die Recherche auf alle Fälle anschauen?

  • die interne Kommunikation deines Unternehmens
  • die externe Kommunikation deines Unternehmens
  • die allgemeine Marktsituation rund um dein Unternehmen

Wenn du ausreichend Infos gesammelt und das Gefühl hast, dass nichts Neues und Relevantes mehr dazu kommt, ist es Zeit für die Auswertung. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, ich nutze – und das empfehle ich dir auch – eine SWOT-Analyse

“Was sind die Stärken und Schwächen, wo liegen Potenziale und Gefahren?”

Am Ende der Situationsanalyse solltest du einige Schlussfolgerungen ziehen können. Sie müssen in sich logisch und auch für Außenstehende nachvollziehbar sein.

Du benötigst Hilfestellung bei der Situationsanalyse? Dann schau dir diesen Beitrag an: Warum die Situationsanalyse das Fundament deines Konzeptes ist – und du’s angehst.

Du hast Schwierigkeiten bei der SWOT-Analyse? Dann lies dir den Beitrag “Was strategisches Vorgehen mit Sprintern und Marathonläufern zu tun hat” von Bernhard Kloucek durch.

Schritt 2: Zielformulierung

Die Schlussfolgerungen aus deiner Situationsanalyse lassen bereits die Ziele erahnen. Diese definieren den zu erreichenden Zustand nach Umsetzung der Maßnahmen.
Alle Ziele, die du formulierst, müssen SMARTe Ziele sein. Was heißt das?

  • Specific (spezifisch)
  • Measurable (messbar)
  • Achievable (erreichbar bzw. abgestimmt)
  • Realistic (realistisch)
  • Time-bound (zeitgebunden)

Bei der Suche nach deinen Zielen solltest du aber nicht nur darauf achten, dass sie smart sind. Sie müssen auch gut strukturiert sein. 

Es hat sich bewährt von bis zu drei übergeordneten Zielen auszugehen, die für sämtliche Kommunikationsvorhaben gelten. Darauf aufbauend kannst du Teilziele hierarchisch, dialoggruppenspezifisch oder auch zeitlich (kurz-, mittel- langfristig) segmentieren.

Du brauchst weitere Inspiration zum Thema Zielfindung? Dann empfehle ich dir den Beitrag “5 Voraussetzungen für handfeste Kommunikationsziele”.

Du willst mehr über SMART Ziele wissen? Dann wirf einen Blick auf den Beitrag von Smart Insights.

Schritt 3: Dialoggruppen

Für das Erreichen deiner Ziele musst du natürlich auch wissen, mit wem du es kommunikationstechnisch zu tun hast. Wer sind deine Dialoggruppen, Zielgruppen bzw. Personas? Es ist zwar verlockend mit so vielen Menschen, wie möglich in Dialog treten zu wollen, aber das ist nicht realistisch. 

Stelle dir die Frage: Wer sind für dich relevante Dialoggruppen? 

Es gibt viele Möglichkeiten deine Dialoggruppen zu erfassen und zu gliedern. Je nach Ausgangslage und Zielsetzungen wirst du auf unterschiedliche Methoden zurückgreifen. Nicht immer sind (alle) deine Dialoggruppen im Social Web vertreten. Wenn aber eines deiner Ziele die Stärkung des Online-Auftritts beinhaltet, musst du schauen, ob und welche Dialoggruppen du im Social Web findest. 

Dafür helfen dir folgende Fragen, um einzelne Dialogpartner einzugrenzen:

  • Welche unserer Dialoggruppen bewegen sich bereits im Social Web? Wie groß ist ihr Anteil?
  • Gibt es Fans unserer Marke? Wer sind sie und können wir sie in unsere Kommunikation miteinbeziehen?
  • Welche Journalisten sind online aktiv? Sind sie für uns relevant?
  • Gibt es Influencer, die regelmäßig zu unseren Themen publizieren? Können wir mit diesen in Kontakt treten?
  • Haben wir MitarbeiterInnen, die bereits online sind und die uns helfen können unsere Beobachtungen zu verifizieren?
  • Gibt es Foren, die sich unseren Themen widmen?

Nachdem du dir über deine Dialoggruppen klar geworden bist, macht es Sinn sie noch einmal zu gewichten: Denn nicht alle Gesprächspartner können dieselbe Aufmerksamkeit bekommen. 

Du willst mehr über Personas erfahren? Dann schau gerne hier vorbei: Nutze das Potenzial von Persona und Wunschkundenprofil effektiv – So geht’s!
Du weißt nicht, wie du deine Zielgruppe finden kannst? Der Beitrag “Wie du deine Dialogruppe findest und Personas definiert” hilft dir bestimmt weiter.

Schritt 4: Kernbotschaften

Deine Personas sollen ganz bestimmte Botschaften wahrnehmen, wenn sie mit dir in Kontakt kommen. Sie sollen eine bestimmte Aussage mit deinem Unternehmen verbinden. Hier geht es um die Erfassung der Kernbotschaft des Kommunikationskonzeptes. Dieser kleine Schritt wird oft übersehen, obwohl es eines der Kernelemente der ganzen Strategie ist.

Konzentriere dich darauf, ganz bestimmte Inhalte zu vermitteln: Jene, die für deine Dialogpartner relevant sind. Diese Botschaften müssen einfach, klar und passend zum Unternehmensbild sein. 

Die Kernbotschaft gilt für alle Kommunikationsagenden. Teilbotschaften können daraus abgeleitet und an die jeweiligen Dialoggruppen angepasst werden.

Unterstützung bei der Suche nach deiner Kernbotschaft? Lies dir gerne diesen Beitrag dazu durch: Wie du deine Kernbotschaft findest und daraus Kommunikationsinhalte ableitest.

Du hast diverse Botschaften gesammelt, weißt aber nicht, ob sie für deine Zielgruppe auch wirklich relevant sind? Dann wirf einen Blick auf diesen Beitrag: Nur relevante Botschaften erreichen ihr Ziel. Aber wie geht “relevant”?

Schritt 5: Strategie

Jetzt, nachdem du weißt, wo du stehst, wohin du willst und wer dich auf diesem Weg begleitet, kannst du deine Strategie definieren.

Die Strategie beinhaltet:

Strategie bedeutet zielgerichtetes Handeln
  • eine übergeordnete Leitidee
  • Definition von Verhaltensweise und Tonalität: Agierst du eher ruhig und reaktiv oder setzt du aktive Schritte? Ist dein Ton in der Kommunikation freundschaftlich, offen oder zurückhaltend?
  • Frequenz und zeitlicher Verlauf der Kommunikationsaktivitäten: Wann wird was gemacht?
  • Festlegung der Prioritäten der Dialoggruppen: Mit wem redest du zuerst oder am meisten? Gewichtung der Maßnahmen: Welcher Art von Maßnahmen räumst du besonders viel Platz ein?
  • Prozentuale Aufteilung des Budgets

Du suchst weitere Inspiration zum Thema “Strategie”? Wie wäre es mit dem Beitrag
“Kommunikationsstrategie – dein Weg zum Ziel”?

Was wäre eine Kommunikationsstrategie ohne eine Leitidee? Sie ist für deine Kommunikationsmaßnahmen unerlässlich. Aus Zielen, Dialoggruppen und Kernbotschaften entwickelst du Richtlinien, die für alle kommunikativen Maßnahmen deines Unternehmens gelten. Du definierst, wie du deinen Dialoggruppen deine Botschaften vermittelst, um deine unternehmerischen Ziele zu erreichen.

Deine Leitidee fasst diese Aspekte deiner Strategie in wenigen Worten zusammen und drückt dessen Sinn aus: 

  • Warum diese Strategie?
  • Was soll die Strategie erreichen?
  • Welchen Nutzen hat die Strategie für dich, dein Unternehmen und schlussendlich deine Zielgruppe?

Schritt 6: Maßnahmen

Erst jetzt geht es um die eigentlichen Maßnahmen. Diese müssen immer eine logische Konsequenz aus dem vorher Gesagten sein.
Trotzdem sprudeln Ideen zu Maßnahmen oftmals gleich zu Beginn der Konzepterstellung. Das ist okay, schreibe sie alle auf und schaue an diesem Punkt angelangt, ob und in welcher Form sie in dein Konzept auch tatsächlich hineinpassen. 

Wenn du feststellst, dass deine tolle Idee vor zwei Wochen im Grunde nichts mit den definierten Zielen zu tun hat, lass sie fallen.

Vielleicht erwartest du dir an dieser Stelle eine Liste mit allen erdenklichen Maßnahmen, aber da werde ich dich enttäuschen müssen. Sei mutig, sei kreativ, orientiere dich an den definierten Zielen, den Kernbotschaften und vor allem deinen Dialoggruppen. 
“Mit welcher Maßnahme, bringst du welche Message am effizientesten an welche Dialoggruppe?”
Denke bereits bei den Maßnahmen an das zur Verfügung stehende Budget.

Dir fehlt ein wenig Inspiration für deine Maßnahmenplanung? Dann hol sie dir mit dem folgenden Beitrag: “Maßnahmenplanung in der Konzeptentwicklung – So gelingt’s!

Schritt 7: Erfolgskontrolle

Den Erfolg deines Kommunikationskonzeptes zu messen und für andere transparent zu machen, ist eine wichtige Aufgabe. Nur, was sollst du genau messen? Bloß nicht (nur) Likes, Shares, Mentions-

Bevor du deine KPIs definierst, beantworte folgende Fragen:

  • Was bedeutet im Hinblick auf deine Ziele „Erfolg“?
  • Welche Messwerte stehen dir überhaupt zur Verfügung, um daraus Kennzahlen abzuleiten?
  • Sind qualitative oder quantitative Auswertungen relevant?
  • Auf welchen Plattformen möchtest du messen?
  • Welche Gewichtung gibst du den einzelnen Elementen?

Verwechsle niemals Messwerte mit KPIs: 

  • Aus Messwerten werden zunächst Kennzahlen und daraus erst KPIs gezogen. 
  • Der Messwert ist ein messbarer Wert, der abgelesen oder durch ein Monitoring-Tool bestimmt wird. 
  • Eine Kennzahl sind zwei oder mehr Messwerte, die in ein Verhältnis gebracht wurden 
  • und ein KPI ist eine Kennzahl, die mit einem Ziel verknüpft wird.

Wichtig ist, dass du deine eventuell bestehende Scheu vor der Evaluierung deiner eigenen Leistung ablegst. Fast jedem Kommunikator bricht bei dem Begriff “Erfolgsmessung” der Schweiß aus. Es gibt aber auch für Unternehmer und Selbstständige keinen Grund, um in Panik auszubrechen. 

Der folgende Beitrag hilft dir, deine KPIs zu finden. “Hast du’s drauf? Erfolgsmessung für deine digitale Kommunikation”

Schritt 8: Budget

Das Budget ist mit Sicherheit jener Teil des Konzeptes, über den alle Beteiligten gleich zu Beginn alles wissen wollen. Oft steht und fällt ein Konzept aufgrund des Budgets bzw. gesprengten Budgetrahmens. Ich muss hier trotzdem ganz klar sagen, dass Angaben mit Garantie zu Kosten und Ausgaben innerhalb des Konzeptes kaum umsetzbar sind. Es kann sich hierbei nur um Schätzungen handeln. Du solltest zu deinem eigenen Besten den Kostenaufwand so realitätsnah wie möglich einschätzen. Falls du dafür noch kein Gefühl entwickelt hast, kannst du dich mit Kommunikatoren oder anderen Unternehmern sowie Selbstständigen dazu austauschen.

Die Kostenaufstellung kannst du entweder innerhalb der Maßnahmen einpflegen oder, was ich dir empfehle, als separaten und abschließenden Punkt des Kommunikationskonzeptes anführen. Je nach Konzept sind unterschiedliche Budgetposten relevant:

  • Beratungskosten
  • Mitarbeiterkosten
  • Kosten für Maßnahmen: Technik, Produktion von Content, etc.
  • Evaluationskosten
  • Nebenkosten u.a.m.

Falls du es als unangenehm empfindest, dich mit anderen Menschen über das Thema “Budget” auszutauschen, bietet dir der Artikel erste Denkanstöße: “Budgetierung: Was kostet digitale Kommunikation?

Das Festhalten des Budgets im Konzept ist der letzte Schritt der Entwicklung deiner Kommunikationsstrategie. Lass die Strategie nicht ungenutzt oder in deiner Schublade verschwinden. Probiere es einfach aus und sammle Erfahrung mit deinem Konzept.

Du weißt jetzt, wie du eine Kommunikationsstrategie erstellen kannst, mit der du langfristig deine  Ziele erreichen kannst. Es gibt da aber noch ein paar Tipps und Tools, die ich dir auf den Weg geben möchte.
Du kannst den Ist-Zustand deiner Marke und deines Unternehmens kennen, wenn du eine gründliche Markt- und Zielgruppenanalyse machst. Denn nur so weißt du, welche potenziellen Dialoggruppen du erreichen kannst und welche Herausforderungen du dabei begegnest. 

Klar definierte Unternehmensziele sind wichtig. Denn sie sind auch Ausgangspunkt für die Kommunikationsstrategie, die du diesen Zielen unterordnen solltest. Das können ökonomische Ziele (Gewinnung von Umsatz in einem bestimmten Zeitraum) oder psychographische Ziele (Bekanntheitsgrad des Unternehmens) sein. Besonders effektiv ist deine Kommunikationsstrategie dann, wenn du messbare Ziele definierst.

Alleinstellungsmerkmale sind nicht für das Marketing wichtig. Wenn du sie richtig emotional verpackst, werden sie zu wichtigen (Kaufs-)Argumenten für deine Dialoggruppe.

Die Wahl deiner Kommunikationsorte hat auch Auswirkungen auf die Wahl deiner Maßnahmen und deiner Inhalte. Überlege dir, auf welchen Kanälen du deine Dialoggruppe am besten erreichst. Nutze online und offline Kanäle – denn  deine Dialoggruppe informiert sich in gedruckter und in digitaler Form. Konzentriere dich bei der Kanalwahl auf die für dich relevanten Kanäle.
Überprüfe deine Strategie regelmäßig, denn sie ist kein starres Gebilde. Scheue nicht vor Korrekturen und Optimierungen zurück.

Die Erstellung eines Konzepts und einer Strategie wird nicht nur von Unternehmen, sondern auch von Unternehmern und Selbstständigen gerne unter den Tisch gekehrt. Schade. Denn so geht ihnen, aber vor allem dir viel Erfolgspotenzial verloren. Aber wo genau liegt das Problem?

Zum einen hatte Strategiearbeit schon immer ein Imageproblem: Sie ist zu teuer, zeitaufwendig und scheint sinnlos und nutzlos. Keiner dieser Punkte stimmt!

Die Erstellung eines Konzeptes und einer Strategie ist zu teuer? Ein häufiger Irrtum. Denn eigentlich ist es genau umgekehrt: Konzeptionierung bedeutet ein vergleichsweise geringes Investment mit Blick auf seine nachhaltige, langfristige und positive Wirkung auf die Positionierung und Wahrnehmung deiner Marke und deines Unternehmens. Zu “teuer” kann deine Strategie demnach nicht sein, die diese zahlt aktiv auf die Erreichung deiner Unternehmensziele ein. 

Natürlich beansprucht die Konzeptions- und Strategieentwicklung Zeit. Es braucht einige Arbeitsstunden, bis du ein fertiges Ergebnis in den Händen hältst. Die Entwicklung ist aber nicht nur ein Geldinvestment, sondern auch ein Zeitinvestment. Die Zeit, die du jetzt in dein Konzept und in deine Strategie steckst, wird sich langfristig bezahlt machen. Wenn du dir den Zeitaufwand dennoch möglichst klein halten willst, kannst du die Konzeptionsarbeit auch auslagern. Und wenn du noch die mit Konzeptions- und Strategieentwicklung zu tun hattest, kann sich diese Investition lohnen.

Warum werden Strategien für Kommunikation als sinnlos wahrgenommen?

  • Eine Strategie ist zum Scheitern verurteilt, wenn die Verantwortlichen dem ganzen Kommunikatonsunterfangen von Anfang an skeptisch gegenüberstehen. Die Angst, dass auch die nächste Strategie im Sand verläuft, ist bei Unternehmen groß. Klar, dass aus dieser Perspektive das Zeit- und Geldinvestment sinnlos erscheint.
  • Schnell kann es passieren, dass Strategien und Konzepte nicht nah genug an der Praxis und damit nicht umsetzbar sind. In großen Unternehmen entstehen dann Zweifel bei den Menschen, die die Strategie umsetzen sollen, die von den Entscheidern beschlossen wurde.
  • In vielen Fällen fehlt der Strategie auch der praktische Nutzen in der Umsetzung. Wer nutzt schon Dinge, von denen er nicht weiß, wofür sie gut sein sollen.
  • Aufgrund dieser genannten Punkten kommt es oft nur zur Umsetzung. Stattdessen wird das Konzept und die Strategie in die reale oder digitale Schublade gepackt und vergessen.

All diese Annahmen führen schlussendlich dazu, dass Strategien und ihre Entwicklung als sinnlos wahrgenommen werden. Wenn du diese Fehler aber vermeiden kannst, dann wirst du bei der Implementierung und Umsetzung keine Probleme haben.

Der Nutzen einer Strategie und Konzeptentwicklung ergibt sich, in dem man den persönlichn Nutzen für den Endanwender klar hervorhebt. Was haben dein Unternehmen, deine Kunden und du von der Entwicklung einer Strategie? Wenn alle betroffenen Personen verstehen, warum ein strategischer Zugang gut ist und das er ihm/ihr einen Vorteil verschafft, wird er/sie die Strategie wertschätzen. Und genau das führt die Strategie zum Erfolg! 

Konzepte und Strategien gehören nicht in die Schublade – sie gehören umgesetzt. Am besten ist es, wenn dein strategischer Fahrplan in einfachen und aussagekräftigen Formen in deine tägliche Blickweite rückt. Sei es als Plakat im Office, als Hintergrundbild auf dem Desktop oder als Sketchnote auf der ersten Seite deines Notizbuches.

Nutzen von Strategien

Du hast alle Schritte der Kommunikationsstrategie durchgearbeitet, bist dir aber unsicher, ob deine Strategie praxistauglich ist? Oder du suchst einen Partner, mit dem du die Strategie besprichst oder zusammen erarbeitest? Dann ist mein Mentoring-Programm oder eines meiner Coaching-Pakete vielleicht die richtige Lösung für dich. Falls du aber die Konzeptionsarbeit komplett auslagern willst, kann ich dir auch weiterhelfen.