Warum du Struktur brauchst, um Flexibilität zu leben

Kommentare 1
Content-Planung und Flexibilität als eingespieltes Team

Das neue Jahr ist noch nicht so alt, dass ich mich nicht an meine guten Vorsätze erinnern könnte. Einer davon war, an Blogparaden teilzunehmen. Also, hier bin ich: Das ist mein Beitrag zu Mirko Langes Aufruf auf talkabout.de.

Schon seit einigen Tagen schiebe ich diesen Beitrag vor mir her. Nicht weil ich so faul bin, keine Zeit habe oder gar Lust, nein, mit fehlte einfach der richtige Spin – und den brauche ich, wenn ich Artikel so locker, flockig aus dem Handgelenk schreiben möchte. Dann werden sie nämlich besonders authentisch, kreativ und lesenswert.

Blogparade in Sicht

Das Thema ist also Themenplan, Redaktionsplan, Produktionsplan. Ein wichtiges Thema, wenn man Content mit einem Ziel vor Augen produzieren will, aber irgendwie auch ein wenig trocken – findet ihr nicht? Ich mein’, interessant ist es wohl nur für Nerds wie uns!? Deshalb brauchte ich eine Idee, um das Thema von einer anderen Seite zu beleuchten, damit auch nicht so verbissene Content Marketer/innen geistig mitkommen und nicht nach der zweiten Zeile abspringen. Mir ging das Lichtlein schließlich auf, als ich Roberts Beitrag zur selben Parade las und einen Kommentar hinterließ.

Ja, manchmal kommen die besten Ideen ganz unerwartet. So auch diesmal. Und hier meine zwei Thesen zum Thema. Es liegt wieder an euch sie zu widerlegen – sonst behaupte ich mich weiterhin im Recht:

  1. Struktur und Planung schaffen erst Raum für Flexibilität.
  2. Organisation und Ordnung ist so individuell wie jede/r einzelne von uns.

Struktur schaffen, Flexibilität ermöglichen

Wenn Mirko Lange fragt, ob Agenda-Setting oder Agenda-Surfing für den Erfolg eines Blogs wichtiger ist, dann antworte ich ganz im Sinne der political correctness: beides, natürlich! Ja klar, eine gesunde Mischung ist wichtig, jede/r Blogger/in muss das für sich selbst entscheiden usw. aber warum ist das so?

Ich bin ein sehr naturverbundener Mensch. Ich liebe es zu gärtnern, also stellen wir uns vor, wir sind ein Grashalm, eine Blume oder ein Baum. In dieser Metapher sind unsere Kernwerte, unser USP, mission statement oder unser ”reason why” die Wurzeln dieser Blog-Pflanze (mehr zum diesem Thema könnt ihr in meinem letzen Beitrag nachlesen). Die Themen- und Redaktionspläne (Produktionspläne, wer sie hat – ich habe sie nicht) sind unser Stamm/unser Halm. Solche vorab definierten Gerüste sind unsere Stützen, unser Wegweiser, in welche Richtung unsere Pflanze wachsen soll. Sie geben Halt, Sicherheit und ein gewisses Maß an Beständigkeit. Ein gutes Gefühl. Das ist Agenda-Setting.

Agenda-Surfing ist, wenn ein leichter Sommerwind weht, oder auch ein Herbststurm oder literweise Regen auf unser Blog-Pflänzchen einprasselt und wir uns der neuen Situation anpassen. Unsere Wurzel und Stämme geben uns Halt und Verankerung und gerade deshalb haben wir die Möglichkeit uns flexibel und aktuell den Wetterbedingungen und etwaigen rauen Zeiten anzupassen ohne den Halt zu verlieren. Wären wir nicht verankert und gestützt, gäbe es ein reines Wischi-Waschi. Wir würden weggeweht und weggeschwemmt werden. Aktualität/Flexibilität ist eben erst dann sichtbar, wenn sie situationsabhängig und im Kontrast zu Kontinuität steht.

Wie gesagt, ja, eine gute Mischung macht’s – aber jetzt wissen wir zumindest auch warum!

Organisation und Ordnung sind individuell

Wir kennen das ja alle: In unserem eigenen Chaos wissen wir immer, wo was zu finden ist. Ich denke, nein ich bin mir sicher, dass diese Sichtweise auch in der Contentplanung ihre Berechtigung hat.

Ich sag es ganz ehrlich und offen heraus: In meinem Kopf hat alles seinen stimmigen und perfekt synchronisierten Platz. Vieles erledige ich nicht etwa aus dem Bauch, sondern aus dem Kopf heraus. Ich kann mir Dinge einfach sehr gut merken und das nutze ich maximal aus. Das heißt nicht, dass ich keine digitalen oder analogen Denkstützen, Sammellisten, Sheets oder Boards hätte. Doch. Ich habe sie alle. Und alle finde ich nützlich und hilfreich. Aber ich habe noch kein System gefunden, auf das ich mich so verlassen kann, wie mein Hirn.

Alle, die mich kennen, wissen wie ordentlich, perfektionistisch und verlässlich ich bin. Das heißt: es funktioniert – für mich! Es würde bei jemandem anderen wohl ins absolutes Chaos führen. Deshalb gibt es auch so viele unterschiedliche Tools und Programme. Ob du nun ein Excel-Sheet, ein Trello-Board oder ein kostenpflichtiges Projektmanagement-Tool nutzt, ist eigentlich nebensächlich. Wichtig ist, dass du deine Struktur findest, die zu dir, deinem Blogger-Wesen und deinem Content passt.

Struktur oder Flexibilität? Beides bitte.

Im Grunde heißt es nichts anderes, als dass die Art und Weise, wie wir unsere Arbeit strukturieren, eine sehr individuelle und persönliche Angelegenheit ist. Ob wir uns nun einen dicken, holzigen Baumstamm zulegen oder uns zwei, drei dünnen Blätter reichen, ist von Blogger/in zu Blogger/in ganz unterschiedlich. Aber ganz ohne Struktur, wird es auch hier nicht klappen. Oder? Wie siehst du das?

Kommentar 1

  1. Pingback: Blogparade: Themenplan, Redaktionsplan, Produktionsplan. Wann braucht man was wofür beim strategischen Content Marketing? – Scompler: Strategisches Content Marketing

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.