Finde neue Content-Ideen in 3 Schritten

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Neue Content-Ideen gesucht

Gleicht deine Suche nach neuen Content-Ideen für deinen Blog und Social Media eher einer Ostereiersuche, bei der du auf gut Glück in den Garten stürmst und hoffst das goldene Ei zu finden, oder gehst du strategisch vor und weißt, wo und wie du die besten Ideen für neue Beiträge findest? Die Ideenfindung kann für Corporate Blogger, Content Marketer und Social Media Manager eine große Herausforderung sein, denn hier zählt jeder gut recherchierte und qualitativ hochwertig verfasste Beitrag.

Ab und an weniger Inspiration fürs Schreiben zu haben und mit anderen To-Dos vollgedeckt zu sein, ist total nachvollziehbar, aber keinen Schimmer zu haben, worüber man schreiben soll – das sollte uns nicht passieren.

In diesem Beitrag zeige ich dir in drei Schritten, wie du laufend zu neuen Ideen für deinen Content kommst.

Schritt 1: Fokussiere deine Zielgruppe

Ein Problem, das sich immer und immer wieder zeigt (und nicht nur Probleme bei der Ideenfindung macht), ist die Tatsache, dass viele Kommunikationsverantwortliche ihren Fokus nicht auf die eigene Zielgruppe richten. Denke immer daran: Du erstellst deinen Content nicht primär für dich bzw. dein Unternehmen, sondern zuallererst für deine Leserinnen und Leser – und im zweiten Schritt für die Suchmaschinen.

Du erstellst deinen Content nicht für dich, sondern für deine LeserInnen und Suchmaschinen. #contentideen #unternehmenskommunikation Klick um zu Tweeten

Idealerweise erstellst du Inhalte, weil du Expertin oder Experte auf diesem Gebiet bist und InteressentInnen von deiner Kompetenz überzeugen und ihnen hilfreiche Inhalte zur Verfügung stellen willst. Du musst also tief in die Lebenswelt deiner Kundinnen und Kunden eintauchen, um zu verstehen, in welcher Form und mit welchen Fragen sie an deine Themenwelt herangehen.

Welche Frage, Probleme, Bedürfnisse haben deine potenziellen DialogpartnerInnen und wie kannst du ihnen helfen diese zu lösen?

Der erste und wichtigste Schritt ist meiner Meinung nach immer der, ein Tiefenverständnis für die eigene Zielgruppe zu entwickeln. Mehr zum Thema Zielgruppe kannst du übrigens hier nachlesen.

Natürlich sollst du trotz des Fokus auf deine Kundinnen und Kunden auch deine Unternehmensinteressen nicht vernachlässigen. Richtig guter Content bedient Zielgruppen und Unternehmen gleichermaßen!

Hier drei Fragen, die dich mit Sicherheit auf neue Content-Ideen bringen:

  • Was sind ganz typische Fehler, die deine Zielgruppe immer wieder macht?
  • Wo verlieren deine Kundinnen und Kunden immer wieder unnötig viel Zeit und/oder Geld?
  • Welche Gewohnheiten haben deine Leserinnen und Leser, die total kontraproduktiv sind?

Auch Google kann dir wertvolle Hinweise darauf geben, wonach deine Zielgruppe immer wieder sucht. Häufige Suchanfragen werden dir bei jeder Suchanfrage automatisch mitgeliefert: Wenn du beginnst in die Suchleiste zu tippen, versorgt dich Google mit häufig gesuchten Keywords anderer User.

google auto vervollständigung

Ganz unten auf der Seite zeigt dir Google zusätzlich ähnliche Suchanfragen anderer UserInnen an.

ähnliche suchanfragen google

Schritt 2 für neue Content-Ideen: Sammle und analysiere fremde Inhalte

Die wohl hilfreichste Waffe gegen Ideenlosigkeit ist – sich bei anderen umzuschauen. Trau dich, Inspiration bei anderen BloggerInnen, in Fachzeitschriften, Büchern und ähnlichen Quellen zu suchen und zu finden. Ich halte gar nichts von Content-Klau, sowas hast du gar nicht nötig, es geht wirklich darum, deinen Blick zu erweitern und Neues zu lernen.

Während du Literatur und Artikel liest, an Webinaren teilnimmst und Podcasts hörst, bildest du dich ob du willst oder nicht stetig in deinem Fachgebiet weiter. Es gibt immer noch Platz für mehr und vor allem anderes Wissen. Bleib also neugierig und schiele auch mal zu Nachbardisziplinen hinüber.

Artikel und Beiträge, die dir besonders zusagen, die auch anderen nützlich sein können, die du heftig hinterfragst oder zu denen du andere Meinungen einholen möchtest, sind ideale Inspirationsquellen für eigene, neue Inhalte. Wichtig ist, diese Quellen auch als solche zu nennen und zu verlinken. So zeigst du MitbewerberInnen und InteressentInnen nicht nur deine Wertschätzung ihnen gegenüber, sondern auch was dich bewegt und wofür du stehst. Du kannst dich außerdem gleichzeitig als kritische und branchenübergreifende Fachkraft positionieren.

Artikel und Beiträge anderer sind ideale Inspirationsquellen für eigene, neue Inhalte. #contentideen #contentkuratieren Klick um zu Tweeten

Während du das tust, ist es ganz wichtig sich zumindest Papier und Bleistift zu nehmen, eine Evernote-Notiz, ein Google-Sheet oder Trello-Board zu öffnen. Du kannst auch ein Bookmarking-System verwenden, deine Browserfavoriten oder andere ähnliche Funktionen nutzen. Kennzeichne und notiere dir

  • Artikel, die du thematisch tiefer erarbeiten möchtest
  • Artikel, die du durch praktische Beispiele aufwerten kannst
  • Artikel, denen du widersprichst und daher deine Sicht der Dinge darlegen möchtest
  • Zitate, die du auf deinen individuellen Spin auslegen kannst
  • Headlines, die dir ins Auge springen
  • Statistiken, die du verwerten kannst
  • aufpoppende Ideen, egal wie “unsinnig” sie im ersten Augenblick erscheinen

Das alles hilft dir neue Ideen für deinen Content zu generieren. Für mich hat sich folgende Kombination als sehr hilfreich erwiesen: Mein Feedly-Reader ist voll gepackt mit interessanten Blogs, die ich am besten täglich nach aktuellen und relevanten Inhalten durchforste. In einem separaten Tab habe ich mein geöffnetes Trello-Ideen-Board geöffnet. So kann ich alle Geistesblitze gleich einfangen. Meisten bekomme ich auf diese Weise viel mehr Ideen zusammen, als ich bearbeiten kann!

Schritt 3: Rede mit Kolleginnen und Kollegen

So simpel es auch klingt, manchmal hilft es einfach nur mit seinen Kolleginnen und Kollegen, am besten aus anderen Abteilungen zu reden. Frag sie doch mal, an welchen Projekten sie gerade arbeiten oder ob sie in letzter Zeit etwas Neues, Spannendes oder Außergewöhnliches im Job erlebt haben.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele MitarbeiterInnen aus kommunikationsfremden Abteilungen kein Gefühl für eine gute Story haben und dadurch selten an die Kommunikationsabteilung mit spannenden Geschichten herantreten. Deshalb sollten wir Kommunikatoren hier aktiv auf unsere Kolleginnen und Kollegen zugehen und einfach einmal zuhören. Ich bin mir sicher, du wirst in wenigen Minuten Gesprächszeit schon zwei, drei neue Content-Ideen erkennen.

Dein Aufgabe an dieser Stelle ist also total einfach: Mach dir einige Termine für gemeinsame Mittagessen aus – und zwar mit KollegInnen, mit denen du eher selten zu tun hast!

Neue Content-Ideen gesucht? Rede doch mal mit KollegInnen aus anderen Abteilungen. Das hilft! 😉 #contentideen #unternehmenskommunikation Klick um zu Tweeten

Noch ein halber Schritt mehr für neue Content-Ideen

Einen hab ich noch! Es mag für die eine oder den anderen selbstverständlich sein, aber ich will es nicht unausgesprochen lassen: Falls du nicht ohnehin schon eine hast, erarbeite unbedingt eine Kommunikationsstrategie! Ein klarer roter Faden in der Unternehmenskommunikation hilft dir nicht nur den Fokus auf Zielgruppen und Ziele zu halten, sondern schärft deinen Blick für relevante Themen aus denen du leicht neue Ideen für Content ableiten kannst.

Eine #Kommunikationsstrategie hilft dir den Fokus zu halten und schärft deinen Blick für relevante Themen. #contentideen #unternehmenskommunikation Klick um zu Tweeten

Das Ziel meines Beitrags war es, dich bei der Suche nach neuen Ideen für deine Blogbeiträge zu unterstützen. Ich hoffe, ich konnte dem gerecht werden. Die Welt da draußen ist voll mit Quellen der Inspiration, du musst nur wissen, wie du sie am besten einfangen und für dich nutzen kannst.

Hast du noch weitere Tipps? Wie findest du neue Content-Ideen und Themen für deinen Blog?

Kommentare 4

  1. Das sind sehr tolle Tipps. Ich persönlich bin gerade ein ganzes System am aufbauen, wie ich einen Blog aufbaue, der auch erfolgreich werden kann.

    Dein erster Tipp ist eine der wichtigsten Punkte im Bloggen überhaupt.
    Viele vergessen es, dass sie nicht für sich schreiben, sondern für den Leser.

    Den um niemand anderen geht es beim Bloggen. Wenn jemand nur für sich schreiben will kann er auch ein Tagebuch aufsetzen 😉

    Aber das wichtigste ist es ein Problem zu lösen oder ein dringendes Bedürfnis des Leser zu befriedigen. 🙂

    Keep it up
    Vladimir

    • Servus!

      Hihi, ja mit dem Tagebuch hast du eindeutig recht! 🙂
      Dennoch sollte man auch auf sich, seine Interessen und Leidenschaften schauen. Wenn man beides vereinen kann – also auch die Bedürfnisse (s)einer Zeilgruppe – stehen die Chancen sehr gut.

      Freut mich, dass dir der Beitrag gefallen hat,

      Ganz liebe Grüße

  2. Hallo Ivana,

    Dein Beitrag hat mir sehr gut gefallen, vor allem auch die tolle Sprache. Ich betreibe seit erst zwei Monaten einen Excel-Blog privat und ganz allein ohne kommerzielle Interessen, jedenfalls jetzt noch nicht.

    Zu Deine Frage, wie ich neue Blogideen finde. Zunächst, ich habe mir einen BlogPlan erarbeitet, andere nennen es Redaktionsplan. Darin sind schon Themen bis zum Jahresende enthalten.

    Da ich beruflich sehr viel mit Excel arbeite, bleiben Probleme nicht aus. Das gibt Stoff für weitere Artikel.

    Ich wurde auch schon von Excel-Nichtkennern angesprochen, die gefragt haben, ob eine bestimmte Auswertung mit Excel möglich ist. Darauf habe ich spontan eine Lösung gefunden, gleichzeitig aber auch eine Blogartikelidee.

    Viele Grüße

    Gerhard

    • Lieber Gerhard,

      dankeschön, ich bemühe mich immer authentisch aufzutreten, so als ob wir gerade beisammen säßen. 🙂

      Hihi, ich hätte eine von diesen Nichtkennern sein können, denn so richtig angefreundet habe ich mich mit diesem Tool nie. Umso besser, jetzt weiß ich zumindest wo ich kompetente Hilfe finde!

      Eigene Probleme und Fehler, sowie Leseranfragen sind immer ein toller Input für neue Themen, das stimmt. Und Respekt für den prall gefüllten Redaktionsplan!

      Ganz liebe Grüße,
      Ivana

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