Warum Gewohnheiten genial sind und wie sie dich bei deiner Positionierung unterstützen

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Wie du Gewohnheiten für deine Positionierung nutzt - keen communication

Gehst du gerne einkaufen? Egal, ob Lebensmittel, Online-Shoppping oder samstags im Einkaufszentrum, wie stehst du dazu?

Ich bin an dieser Stelle ganz ehrlich. Ich kann Einkaufen nicht leiden. Am liebsten kaufe ich noch Lebensmittel ein, aber selbst das nervt mich ungemein. Daher bin ich so dankbar, dass mein Mann das für unsere Familie übernimmt.

Warum ich Einkaufen nicht mag?

Ich tu mir schwer, Entscheidungen zu treffen. Für mich ist es zeitraubend und anstrengend, die richtige Entscheidung zu treffen. Und was, wenn ich doch die falsche Sache auswähle?

Ich weiß, ich bin mit diesem Unbehagen, Entscheidungen zu treffen nicht alleine. In manchen Bereichen und bei manchen Menschen ist es stärker ausgeprägt, als bei anderen. Das kennst du sicherlich auch.

Ich finde Entscheidungen zu treffen einfach anstrengend. Daher liebe ich meine Gewohnheiten.

Gewohnheiten sind ganz wundervolle Entscheidungshilfen. Der Kult-Satz „Das haben wir immer schon so gemacht“ kommt ja nicht von ungefähr. 😉

So kaufe ich meine Äpfel immer in Bio-Qualität, genauso meinen heiß geliebten Kaffee. Falls ich doch mal Shoppen gehe, kaufe ich keine synthetischen Materialien und es gibt ganz viele Läden, in die ich aus Überzeugung nicht hineingehe. Und meine Entscheidung keinen Zucker und kein Gluten zu essen, erspart mir sehr viel Zeit beim Studieren diverser Speisekarten.

Gewohnheiten sind genial. Sie reduzieren die Komplexität unserer Welt. #kommunikation #strategie Klick um zu Tweeten

Sie vereinfachen unser Leben.

Und das Beste: Deine Zielgruppe hat ebenfalls Gewohnheiten! Diese solltest du kennen und nutzen. Denn wenn es einen Punkt gibt, bei dem du deine Konkurrenz so richtig ins Schwitzen bringen kannst, dann ist es dich in einer Gewohnheit deiner Zielgruppe zu positionieren.

Aber wie geht das?

Gewohnheiten in der Kommunikation erkennen und nutzen

Gewohnheiten gibt es, wie Sand am Meer. Damit du dich in einer Gewohnheit positionieren kannst oder sogar selbst zu einer Gewohnheit für deine Wunschkunden und Dialogpartner wirst, musst du diese sehr gut kennen. Deine Persona muss in deiner Kommunikationsstrategie bzw. deinem Kommunikationskonzept detailliert ausformuliert sein.

Da wir Menschen Gewohnheiten lieben, können wir Veränderungen folglich nur selten leiden. Jede Veränderung in unserem Leben ist eine Kraftanstrengung – unsere Neujahresvorsätze zeigen es uns jedes Jahr: Ist die Veränderung zu groß, zu abrupt und passt diese so gar nicht in unseren Alltag (und unsere bestehenden Gewohnheiten), werden wir den Wandel nicht durchziehen.

Der Weg zur neuen Gewohnheit ist gepflastert mit vielen kleinen Schritten, die uns kaum bemerken lassen, dass sich gerade eine Veränderung vollzieht. Statt von heute auf morgen von Fast Food auf vegan umzusteigen, macht es (für die meisten Menschen) Sinn kleinere Veränderungen in den Alltag zu integrieren. Wir ergänzen quasi unsere bestehenden Gewohnheiten mit kleinen, neuen Zusätzen.

Genau das musst du auch bei deiner Zielgruppe machen.

Du musst ihre Gewohnheiten verinnerlichen, um zu wissen, wo du mit deiner Leistung und deinen Produkten ansetzen kannst. Das sind aber nicht nur Gewohnheiten beim Einkaufen (übrigens: auch die B2B-Branche hat Gewohnheiten in ihren Einkaufsprozessen). Gewohnheiten haben wir auch beim Kennenlernen neuer Menschen, beim Recherchieren im Netz, bei unserer Kommunikation.

Da ich keine Spezialistin im Bereich E-Commerce und Online-Marketing bin, lege ich dir die kommunikativen Handlungsmöglichkeiten näher.

  • Wie baut deine Persona Vertrauen zu anderen Menschen auf?
  • Wie sucht und findet deine Persona Informationen im Internet?
  • Welche Gewohnheiten pflegt deine Persona bei ihrer digitalen Kommunikation?

Verstehe deine Dialogpartner und ihre Gewohnheiten, dann ist es leicht, an diese anzuknüpfen und selbst zur Gewohnheit zu werden.

Gewohnheiten sorgen für stärkere Bindungen

Wie wäre es, wenn

  • du der gewohnte Ansprechpartner für Fachinformationen zu deiner Branche wärst?
  • du die gewohnte Stimme aus dem wöchentlichen Podcasts wärst, der Vertrauen erweckt und Entscheidungen einfacher macht?
  • sich deine Kunden vollkommen auf dich verlassen würden, weil sie wissen, dass sie es können?

Diese letzte Frage zeigt dir schon, dass es nicht genügt, zur Gewohnheit zu werden oder sich in dieser zu positionieren. Deine Leistung muss genauso stimmen. Du musst liefern, was du versprichst.

Wenn du regelmäßige Leserin bzw. Leser meines Blogs bist, dann weißt du, dass es mir immer um langfristige Bindung und Vertrauen über digitale Kommunikation geht.

Natürlich können wir online schnell viel Geld machen. Aber was für Werte stehen hinter so einem Business? Ich will hier nicht ver- oder beurteilen, aber ich möchte, dass du gründlich darüber nachdenkst.

Das alles sind ganz wichtige Fragen, die du im Rahmen deiner Positionierung klären solltest. Deine Unternehmenspositionierung entspringt aus deiner persönlichen Positionierungsstrategie. Und diese definiert deine Unternehmenskommunikation, mit der du die Gewohnheiten deiner Dialog- und Zielgruppen sinnvoll und wertschaffend ergänzen solltest.

Zumindest ist das mein persönlicher Anspruch.

Topf sucht Deckel – Wie Gewohnheiten deine Persönlichkeit und deine Positionierung definieren

Deine eigene Positionierung hat viel mit deinen Gewohnheiten zu tun. Gewohnheiten, Stärken, Werten, Wünschen und Zielen. All das ist ein buntes Positionierungs-Puzzle, das so individuell ist, wie der Mensch, der hinter dem Business steht.

Deine Einzigartigkeit als UnternehmerIn steht im Grund schon. Du musst sie „nur“ noch sehen und kommunizieren.

Oft sehen wir unsere Persönlichkeit und das, was uns wirklich ausmacht, aber nicht, denn wir „machen die Dinge schon immer so“. Sie sind Gewohnheit. Nichts Besonderes.

Aber eben nur für uns!

Für andere ist es sehr wohl eigenartig und einzigartig, gewöhnungsbedürftig und faszinierend. Du siehst diese Unterschiede aber nur im Vergleich mit anderen. Wenn du siehst, dass Dinge auch anders gemacht werden können.

Das Problem vieler Menschen ist der Gedanke, dass dieses Anders der anderen gleichzeitig besser ist. Ist es aber nicht.

Du bist mit deiner Art, deinen Gewohnheiten, deinem Zugang und deinem Business wundervoll und einzigartig. Du hebst dich in allem, was du tust und wie du es tust zumindest ein wenig, von den anderen ab. Diese Einzigartigkeit solltest du pflegen. Und dann kommunizieren. Schließlich gibt es für jeden Topf einen Deckel, sagt man. 😉

Bevor ich an dieser Stelle aber zu esoterisch werde, hier zwei konkrete Beispiele.

Gewohnheit sucht Positionierung – Beispiel 1

Ich wurde neulich von einer Frau angerufen, die Unterstützung bei ihrer digitalen Kommunikation brauchte. So weit, alles klar. Irgendwann im Gespräch fragte sie mich ganz schüchtern, ob ich – aufgrund meines Namens – auch auf Bosnisch/Kroatisch/Serbisch beraten würde.

Im ersten Moment war ich etwas verwundert über die Frage. Fasste mich dann aber und antwortete mit einem beherzten „Natürlich!“.

Was für mich selbstverständlich war, konnte sie ja nicht erahnen. Daher fragte sie. Ihre Gewohnheit war es, trotz guter Deutschkenntnisse, in ihrer Muttersprache zu reden. Ja klar! Das ist ja auch um einiges einfacher und mit weniger Anstrengung verbunden, als eine erlernte Fremdsprache zu nutzen.

Für mich war das, was ich kann, so selbstverständlich, dass ich es nicht explizit erwähnt hatte. Ich habe dieses Puzzle-Teil meiner (potenziellen) Positionierung tatsächlich nicht gesehen – bis mich eine Interessentin darauf angesprochen hatte.

Daraus gezogene Lektion: Wir Menschen sind als Gewohnheitstiere oft blind für Dinge, die für uns „selbstverständlich“ sind. Daher macht es Sinn sich mit anderen über Gewohnheiten (und Stärken!) auszutauschen.

Gewohnheit sucht Positionierung – Beispiel 2

Ich möchte dir noch ein Beispiel dafür nennen, wie Gewohnheiten und Positionierung zusammenhängen können.

Kennst du die Marke Bugaboo? Bugaboo stellt zwei Arten von Produkten her: Gepäcksysteme und Kinderwägen.

Eigenartig?

Das dachte ich mir das erste Mal auch, als ich darüber gestolpert bin. Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun? Die Auflösung kam, als ich mir das Mission Statement auf der Webseite durchgelesen habe:

„Unsere Mission war es schon immer, Ihre Bewegungsfreiheit zu vergrößern. […] Produkte von Bugaboo wurden designt, um Ihnen das Leben unterwegs leichter zu machen.“

Ich war so begeistert von dieser klaren Linie, dass ich im Geiste noch ganz viele andere Produkte in der Bugaboo-Familie sehen konnte.

Bugaboo hat die Gewohnheit einiger Menschen „sich frei und unbeschwert zu bewegen“ aufgegriffen und in Produkte gegossen. So einfach. So genial.

Damit bestätigt diese Marke genau meinen Zugang, sich eben nicht über Produkte oder Nischen zu definieren, sondern über Werte, Dinge, Eigenschaften, die einen selbst auszeichnen – das große Warum.

Wundervoll!

Daraus gezogene Lektion: Wege zur Positionierung gibt viele. Wählst du die Positionierung aus deinem Warum, hast du viel mehr Entwicklungsmöglichkeiten, als nischen- und produktebezogene Konkurrenten.

Wege zur Positionierung gibt es viele. Wo ist deiner? #positionierung #strategie Klick um zu Tweeten

Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Beitrag zeigen, warum Gewohnheiten genial sind und wie sie dich bei deiner Positionierung und Kundengewinnung unterstützen können.

Damit ist das Thema Positionierung jedoch noch lange nicht abgehakt. Am 2. und 4. Oktober gebe ich erstmals ein Webinar und zwar genau zu diesem Thema: Wie du dich einzigartig positionierst. Es würde mich freuen, wenn auch du dabei bist. Hier geht es zur Anmeldung!

 

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