Budgetierung: Was kostet digitale Kommunikation?

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was kostet digitale Unternehmenskommunikation?

Egal in welcher Branche du arbeitest, du bist sicherlich schon einmal auf jemanden gestoßen, der oder die meinte, all dein Wissen und deine gesamten Leistung kostenlos für sich beanspruchen zu können. Richtig?

In was für einer wundervoll, illusorischen Welt diese Leute doch unterwegs sind! Ob einfach naiv, gutgläubig oder bewusst berechnend, sei einfach mal dahingestellt. Egal, wie wir es drehen – gute Arbeit darf auch etwas kosten.

Dasselbe gilt auch für alle die Maßnahmen, die du in deinem Kommunikationskonzept für das Erreichen deiner Unternehmensziele erarbeitet hast. Bevor nun alles umgesetzt werden kann, musst du die Budgetierung in Angriff nehmen. Hier ermittelst du, mit welchen Ausgaben du rechnen, wie viel Geld du auftreiben musst und wie du dieses einsetzt.

Überkommt dich dabei ein leicht unangenehmes Gefühl? Das muss absolut nicht sein! Budgetierung ist im Grunde total simpel.

Viele UnternehmerInnen glauben auch heute noch, das Onlinekommunikation zu einem Großteil nahezu kostenlos umsetzbar ist. Ganz so einfach ist das jedoch nicht! Gute Arbeit kostet auch hier gutes Geld – sorry. 😉
Natürlich musst du für das Veröffentlichen eines Tweets prinzipiell nichts bezahlen, doch damit du überhaupt in der Lage bist, deine Kommunikationsmaßnahmen auszuführen, musst du zunächst Geld in die Hand nehmen: Angefangen bei der strategischen Erarbeitung, falls du Unterstützung brauchst oder willst, über die Kosten für die Maßnahmen bis hin zu den Personalkosten. Diese stellen im Onlinebereich übrigens den größten finanziellen Posten dar, aber dazu später gleich mehr.

Die Basics finanzieren

Wenn du online kommunizieren möchtest, musst du dafür zuerst die nötigen Strukturen schaffen. Das heißt, du benötigst zum Beispiel

  • eine eigene Unternehmenswebsite, wahrscheinlich mit Blog
  • einen Newsletteranbieter
  • Profile in relevanten sozialen Netzwerken usw.

Diese Punkte fallen dir sicherlich gleich zu Beginn ein, aber es gibt eine ganze Reihe von Arbeiten, die „hinter den Kulissen“ ebenfalls ordentlich erledigt gehören. Hier eine unvollständige Auswahl:

  • Hosting, Server, SSL-Zertifikat und sonstiges technisches Schnickschnack
  • Programmierung (selbst wenn du ein fertiges Template nutzt, ist hier immer etwas Zusatzarbeit gegeben)
  • Texte – Wer schreibt was für den Onlineauftritt?
  • Bilder, Grafiken und Logos – nicht nur für die Website
  • SEO – Kennst du dich aus mit Suchmaschinenoptimierung? Ohne wird’s nicht funktionieren.

Das sind nur die ersten fünf Punkte, die mir spontan eingefallen sind – und es gibt noch so viele mehr, abhängig davon, was du konkret geplant hast.

Kosten für Corporate Identity und Design

Falls du gerade erst in dein Business startest, stehen die Chancen gut, dass du noch keine festgelegte Corporate Identity und ein abgestimmtes Design hast. Das Logo ist aber meist einer der ersten Gedanken bei jungen GründerInnen.

Das Erstellen eines Logos symbolisiert oft den offiziellen Startschuss. Ich kann das absolut nachvollziehen und bei mir war das nicht anders. 🙂

Was kostet aber nun diese Leistung?

Irgendetwas zwischen 5 und 50.000 Euro.

Ja, ich meine das absolut ernst!

Mein wirklich ehrlich gemeinter Tipp an dich ist, hier einfach schlank zu starten – je nachdem, aus welcher Position du losgehst und welche Maßnahmen du in deinem Konzept geplant hast.

Falls du gerade erst deinen Hobbyblog in ein Business umwandeln willst, kannst du dir ein hübsches Logo um rund 5-10 Euro bei Plattformen wie fiverr erstellen lassen.

Befindet sich dein Unternehmen „irgendwo mittendrin“ ist vielleicht die Plattform designenlassen.de etwas für dich. Hier kannst du deine Anforderungen veröffentlichen, dein Budget festlegen und interessierte DesignerInnen pitchen um deinen Auftrag. Die Preisspanne liegt hier bei etwa 200 – 1.000 Euro.

Bist du schon länger am Markt, bekannt in deiner Branche und willst nun endlich so richtig durchstarten, wird es Zeit in deine CI/CD zu investieren. Ab € 1.500 bist du dabei und nach oben hin sind so gut wie keine Grenzen gesetzt. Ob du hier auf eine Agentur setzt oder auf selbstständige GrafikdesignerInnen bleibt dir überlassen.

Ich habe alle drei „Stadien“ durchlaufen und bin froh, dass es so war. Deine Marke und ihr Aussehen entwickeln sich schrittweise. Du wächst mit deinem Business und genau so solltest du das auch in deinem Konzept planen.

Du wächst mit deinem Business mit - beachte das auch im Konzept. #strategie #kommunikation Klick um zu Tweeten

Kosten für eine Website

Als erstes solltest du deine Website erstellen lassen. Ich bin immer noch der Überzeugung, dass diese die Zentrale deiner Onlinekommunikation – dein Content-Hub – sein muss.

Dafür benötigst du einen Webspace mit mindestens einer Domain. Bei verschiedenen Anbietern findest du komplette Hosting-Pakete, die im Durchschnitt zehn bis 20 Euro pro Monat kosten. Je größer deine Website ausfällt und je mehr Speicherplatz du benötigst, desto mehr kostet das Hosting.

Da ein professionelles Auftreten entscheidend für deinen Erfolg ist, lohnt es sich wirklich in ProgrammiererInnen und WebdesignerInnen oder sogar in eine Agentur, die auf die Gestaltung und das Erstellen von Websites spezialisiert ist, zu investieren. Wie viel das kostet, hängt erneut vom Umfang des Projekts ab, aber wenn du hier sparst, wirst du, meiner Erfahrung nach langfristig, draufzahlen.

Das bedeutet aber nicht, dass du sofort mit allem auffahren musst, was du in deinem Konzept erarbeitet hast. Plane deine Website so, dass sie modular und schrittweise erweitert werden kann!

  • Soll deine Website frei erstellt werden oder auf einem Baukasten oder CMS basieren?
  • Wird eine Designvorlage/Template genutzt oder ein komplett neues Design erstellt?
  • Wie viele Unterseiten brauchst du zu Beginn wirklich?
  • Wer liefert die Inhalte? Muss der Programmierer oder die Agentur sich um die Texte und Bildmaterial kümmern?
Plane deine Website so, dass sie modular und schrittweise erweitert werden kann. #online #budget Klick um zu Tweeten

Ich habe schon allerlei Angebote für Websites gesehen und sie unterscheiden sich teilweise massiv. Suche dir, wie gesagt, am besten professionelle Unterstützung, die von Anfang an alle gewünschten Features wie Newsletter, Online-Shop und Blog in deine Website integrieren und diese einrichten kann. So sparst du dir später unnötige Folgekosten. Beachte jedoch, dass für die Wartung und Verwaltung der Website immer wieder Kosten anfallen!

Da du jetzt aber sicherlich Preise hören willst, gebe ich dir Preise. Diese sind Richtwerte, die ich dir aus Erfahrung nennen kann.

Eine auf WordPress basierende Website, die mit einem Template erstellt wird, kostet meist ab € 1.000 aufwärts. Ob das viel oder wenig für dich ist, kann ich natürlich nicht beurteilen. Meine Betonung liegt aber definitiv auf dem ab! Für richtig große Webauftritte, mit vielen Unterseiten, umfangreichen Shop-Funktionalitäten und allen Extras sind auch fünststellige Beträge keine Seltenheit.

Kosten für Bild und Text

An dieser Stelle tut sich nun ein riesiges Budget-Fass auf! Anders kann ich das wirklich nicht sagen.

Was ein Beitragsbild und ein fertiger Blogbeitrag kosten, ist wie die Frage, was denn ein Auto kostet. Welches Auto? Mit welchen Spezifikationen? Wofür willst du es nutzen?

Grundsätzlich kann ich aber festhalten, dass selbst hier für jedes Budget etwas zu haben ist. Günstige Plattformen wie das oben bereits erwähnte fiverr, Textbroker oder content.de bieten dir eine wirklich große Auswahl an externer Unterstützung in einer großen Bandbreite an Qualität. Sowohl mit fiverr als auch mit content.de habe ich bereits Erfahrungen gesammelt: gute und weniger gute. Der absolute Überflieger war aber nie dabei! Dafür braucht es einfach mehr: genaue Briefings, einige Feedback- und Korrekturschleifen und eine wirklich gute Kommunikationsgrundlage.

Falls du von Anfang an wirklich professionell auftreten willst, führt kein Weg an einem Profi vorbei. Solltest du Zeit und Lust haben dich heranzutasten, dann mach. Auch das ist absolut in Ordnung!

Professionell auftreten? Da führt kein Weg an einem Profi vorbei. #online #budget Klick um zu Tweeten

Als Richwert für gute Texte und Designs kannst du mit einem Stundensatz ab € 80,- rechnen. Ich hoffe das hilft dir zumindest ein wenig weiter.

Fortlaufende Personalkosten berechnen

Wie oben schon erwähnt, sind die Personalkosten im laufenden Betrieb sicherlich der größte Kostenfaktor. Du hast die Wahl, ob du hier einen oder mehrere Mitarbeiter fest einstellst oder externe DienstleisterInnen engagierst. Die Gehälter von Social-Media-Managern oder Online-Redakteuren liegen mit Blick auf aktuelle Stellenausschreibungen irgendwo zwischen 1.800 und 3.000 Euro pro Monat. Wobei ich persönlich der Meinung bin, man möge mir verzeihen, dass oft zu viel verlangt und zu wenig bezahlt wird – aber das ist eine andere Geschichte.

Wenn du im Internet schnell eine starke Präsenz schaffen möchtest, kann sich eine Festanstellung einer wirklich guten Kraft schnell auszahlen. Alternativ kannst du TexterInnn, GrafikerInnen, FotografInnen und ähnliche Freelancer nach Bedarf projektweise oder auf Stunden- beziehungsweise Tagesbasis beschäftigen. Ein Stundensatz ab 80 Euro aufwärts ist hier wie erwähnt üblich. Je erfahrener und gefragter der Dienstleister ist, desto mehr Geld musst du bereithalten.

Und was ist dabei simpel?

Oben habe ich die These in den Raum gestellt, dass Budgetierung gar nicht so schwierig ist. Vielleicht zweifelst du an dieser Stelle etwas an meiner Aussage. Daher hier ein Tipp von mir:

Wenn du mit deinem Kommunikationskonzept gut in der Zeit liegst, deine Deadline also nicht gleich morgen ist, dann solltest du bei einer Handvoll Agenturen und Freelancer nach unverbindlichen Angeboten für unterschiedliche Pakete anfragen. Dabei würde ich sehr offen kommunizieren, dass du diese Angaben für die Budgetierung eines Konzeptes brauchst. Falls das Konzept und das Budget wohlwollend aufgenommen werden, du dann aber gerne mit einer konkreten Anfrage auf den- oder diejenige zurückkommst. So weiß der Dienstleister, worum es geht und muss nicht lange an einem „perfekten Angebot“ für dich feilen.

Du wirst sehen, dass viele Angebote ähnliche Preisspannen aufzeigen werden. Falls nicht, nimmst du für dein Projekt einfach eine mittlere bis höhere Preiskategorie. Sicher ist sicher.

Du kannst auch, und das ist noch ein bewährter Tipp, unterschiedliche „Preis-Leistungs-Pakete“ schnüren. Erstelle also Small-, medium- und Large-Pakete an Umfang und/oder Qualität. So sorgst du für zusätzliche Transparenz und weißt genau, welcher Posten den größten Teil des Budgets verschlingt.

Ich sagte doch: Total simpel.

Fazit: Budgetierung deiner digitalen Kommunikation

Bei der digitalen Unternehmenskommunikation fallen nur wenige Materialkosten, aber zum Teil hohe Personalkosten an. Dies musst du in deinem Budget von Anfang an beachten. Für viele Unternehmen lohnt es sich, ein bis zwei Mitarbeiter für die digitale Kommunikation einzustellen. Das kommt meist günstiger und die MitarbeiterInnen sind, wie sagt man so schön, weisungsgebunden. 😉 Sie sind für das kommunikative Tagesgeschäft zuständig: Sie verfassen beispielsweise regelmäßige Blog-Beiträge und Social-Media-Posts, beantworten E-Mails und Kommentare und konzipieren neue Online-Kampagnen. Fallen jedoch besondere Aufgaben an, wie das Erstellen einer hochwertigen Fotostrecke oder einer neuen Landing-Page lohnt sich ergänzend dazu die punktuelle Nutzung externer DienstleisterInnen. Bedenke, dass die meisten richtig guten Fachkräfte nunmal selbstständig tätig sind oder eine Senior-Position in einer Agentur inne haben – und somit teuer, aber ihren Preis wert, sind.

In deinem Kommunikationskonzept solltest du die anfallenden Aufgaben und deren Verteilung klar definiert haben. So ermittelst du den genauen Kosten- und Personalbedarf und erlebst bei der Budgetierung keine unangenehmen Überraschungen.

Mit der Budgetierung hat dein Kommunikationskonzept ein Ende gefunden. Ich freue mich mit dir! Lass mich wissen, wie es dir dabei geht. Hast du noch Fragen? Vielleicht widme ich genau deiner Frage demnächst ein ganzes Webinar.

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